Was war das gestern morgen für ein Aufruhr: der französische Designer Philippe Starck gab in einem Interview mit einem französischen Radiosender bekannt, dass er eng mit Apple zusammenarbeite. Bei dem genannten Projekt handele es sich im ein „revolutionäres neues Produkt“, welches in den kommenden 8 Monaten auf den Markt kommen soll. Nähere Einzelheiten zu dem Produkt nannte er allerdings nicht.

Das Interview wurde von Hardmac entdeckt und von einer französischen Seite ins Englische übersetzt.

Demnach sagte Starck weiter, dass das Projekt in etwa 8 Monaten der Öffentlichkeit präsentiert werden wird, und dass es Apples fast schon religiös anmutender Verschwiegenheitspolitik zuzuschreiben ist, dass bislang noch nichts davon nach Aussen gedrungen ist. Weiterhin nennt er das Produkt „ziemlich revolutionär“.

Philippe Starck sagte auch, dass er sich vor Steve Jobs’ Tot regelmäßig mit diesem getroffen habe. Diese Treffen fanden monatlich statt, über einen Zeitraum von sieben Jahren. Dabei fanden die Zusammenkünfte der beiden Kreativen Köpfe immer in Jobs Haus in Palo Alto statt und auch heute noch trifft sich Starck regelmäßig mit Steves Witwe Laurene Powell, wann immer er in Kalifornien weilt.

Starcks Arbeiten erstrecken sich über alle Möglichen Bereiche des kulturellen Lebens. So entwarf der Franzose etwa Zahnbürsten, Motorräder und auch Möbelstücke. Auch die ein oder andere Windmühle befindet sich in seinem Portfolio. In früheren Kooperationen mit Apple entwarf Starck auch die Zikmu Parrot Lautsprecher, welche über ein integriertes iPhone/iPod Dock verfügen.

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Nachdem sich die Nachricht über das Interview im Netz verbreitet hatte, kamen natürlich sofort wieder die Gerüchte über ein mögliches Apple Fernsehgerät auf und nach kurzer Zeit stand fest, dass Philippe Starck eigentlich nur am neuen iTV, oder iPanel, oder Apple Television gearbeitet haben kann. Alles andere machte überhaupt keinen Sinn. Und selbst wenn man das iTV immer noch nicht wahrhaben will, bleiben ja immer noch die Gerüchte um das kommende iPhone. Warum sollte der Franzose nicht in den Designprozess des iPhone 5 involviert sein? Vielleicht stammt die Idee des „Tropfen-Design“, dem die neueste Version des Apple Smartphones nachempfunden sein soll, direkt von Monsieur Starck.

Die Gerüchte drohten schon davon zu galoppieren, da meldete sich das Unternehmen aus Cupertino gerade noch rechtzeitig selbst zu Wort.

Alles Unsinn, schrieb Apple, Philippe Starck habe Steve Jobs lediglich dabei geholfen, seine neue Yacht zu entwerfen. AllThingsD fragte genau nach und erhielt prompt eine Antwort, gegeben durch eine Apple Sprecherin:

Reached for comment, an Apple spokeswoman said the company is not working on a new product with Starck. And while she declined to speculate about what the designer might have been referring to when he told France Info Radio that he and Apple “have a big project together that will be out in eight months,” there’s a good explanation for the remark.

Bereits im letzten Oktober waren Berichte über Steve Jobs neue Yacht aufgetaucht. Diese acht beschäftigte den Franzosen also in den letzten 8 Jahren und so erklären sich auch die weiterhin abgehaltenen Treffen mit Laurene Powell. Demnach soll die Yacht wohl in Gedenken an Steve fertiggestellt werden und fortan als Familienboot dienen.

Ein Gutes Beispiel dafür, wie ausgehungert die Fachpresse in den Monaten vor einem neuen Produkt Release ist. Kleinste Merkmale eines neuen Gerüchts werden aufgesogen und mit irgendwelchen anderen Gerüchten gekoppelt, nur um dann noch wildere Spekulationen in die Welt zu setzen.

Was aber, wenn wir genau das denken sollen? Für Apple wäre es sicher ein Leichtes, die Yacht vorzuschieben, um die eigentliche Produktneuheit noch einige Zeit hinter dem dunklen Vorhang zu belassen. Vielleicht erwarten uns im Sommer ja doch mehr Geräte von Apple, als wir es uns zu träumen wagen.

Was meint ihr? Ablenkungsmanöver oder doch nur ein für uns langweiliges Boot?

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