Der Apple Fernseher, das ewige Thema. Kaum ein Produkt hat in der letzten Zeit solch einen Hype Erfahren wie das hypothetische Apple TV Gerät. Und bei kaum einem Gerät war es je wahrscheinlicher, dass es nicht das Licht der Welt erblicken wird, als umgekehrt. Nachdem es jetzt im Zuge der Veröffentlichung des neuen iPads etwas ruhiger um das Thema iTV geworden war, nimmt jetzt der Analyst Peter Misek wieder den Faden auf und sagt einen Anstieg des Apple Aktienpreises auf $800 voraus. Begründen möchte er dies mit der bevorstehenden Ankündigung eines Apple Fernsehgerätes. Nach eigener Aussage habe er zum jetzigen Zeitpunkt „ausreichendes Vertrauen“ darauf, dass ein solches Produkt im vierten Quartal 2012 auf den Markt kommen wird. Seiner Ansicht nach wird das Gerät auch nicht den etwas problematischen Namen „iTV“ tragen sonder, eher etwas in Richtung „iPanel“. Misek begründet dies mit der Annahme, dass das Wort „TV“, bzw. Fernseher, zu allgemein und einengend für das ist, was Apple mit dem neuen Gerät angeblich vor hat. So kann man sich das iPanel nicht als klassischen Fernseher, dem Mittelpunkt des heimischen Wohnzimmers, sondern eher, als zentralisierte Recheneinheit vorstellen.

Bei dieser Umschreibung kommt mir allerdings direkt folgender Gedanke in den Sinn:

Wo genau liegt dann noch der Unterschied zum iMac? Lediglich in der Größe und der Tatsache, dass im iMac kein TV Empfangsteil eingebaut wird, lautet dann die einfache Antwort.

Diese Eigenschaften könnten aber ohne Mühe in die iMac Modelle integriert werden. Ein 42 Zoll iMac wäre zwar eine Nummer zu groß für das Büro, ein 42“ iMac Cinema, könnte aber nicht nur eine komplett neue Produktreihe einleuten, sondern auch eine spezifische Käuferschicht ansprechen. Gepaart mit einem hochauflösenden Display und einem etwas abgewandelten Fron Row, ergäbe das den perfekten „Wohnzimmer-Mac“. Der allgemeine TV Empfang könnte dann auch über eine externe Box gelöst werden, wie es in den USA eh schon seit Jahres Usus ist.

Peter Misek glaubt, das neue Apple Gerät könnte zu einem Preis von 1250 US-Dollar in den Handel kommen und einen Umsatz von etwa 30% pro Gerät generieren. Er glaubt ausserdem, dass Apple für jedes iPanel Gerät auch ein iPad oder iPhone absetzen wird, da es sich schon lange abzeichnet, dass Konsumenten gerne weiter im geschlossenen Apple Ökosystem bleiben und bei Neukauf von Geräten auf Produkte des Unternehmens aus Cupertino zurückgreifen.

Schließlich endet Misek damit, dass er den weiteren Fortschritt in Sachen Apple Fernseher von drei wesentlichen Punkten abhängig macht, aus denen er aber wiederum seine Zuversicht nimmt.

Als erstes führt Misek den $800 Millionen Deal zwischen Foxconn und Sharp an. Beide Firmen spielen eine ganz besondere Rolle in der Entwicklung neuer Apple Hardware.

Zweitens haben kürzlich aufgetauchte Berichte aus China bestätigt, das spezielle Bauteile für ein Apple Fernsehgerät bei Zulieferern eingetroffen seien. Dazu gehören unter anderem neuartige IGZO Displays, welche Apple gegen die bislang verwendeten IPS Displays tauschen will. Dabei handelt es sich, typisch für einen Testphase um „kleine Mengen“ an Bauteilen.

Schließlich verweist Misek auf die Verdopplung der Kapazitäten von Apples Datencenter in Nord-Kalifornien. Die Pläne, eine 4,8 Megawatt Brennstoffzelle dem Datencenter hinzuzufügen, wurden in der letzten Woche veröffentlicht.

Der Analyst erwartet abschließend, dass Apple mit der Produktion des neuen iPanels bereits im Mai/Juni beginnen wird.

Was haltet ihr von Apples iTV oder iPanel, oder unserer Kreation, dem iMac Cinema? Wir sind gespannt auf eure Meinungen!